Dienstag, 30. Juni 2015

"Nur" emotional

Beim letzten Artikel habe ich gelernt: Ironie funktioniert im Web nicht wirklich. Und ich habe gelernt: Wenn ich es ironisch schreiben möchte, dann sollte ich es wirklich deutlich als Ironie kenntlich machen. Die subtilen Subtexte, welche man beim Sprechen andeuten lassen kann, fehlen bei der schriftlichen Sprache weg. Dennoch hat dies ein Vorteil: Es ist nicht möglich sich hinter Sarkasmus zu verstecken.

Natürlich habe ich mich nicht vor umzubringen, im Sinne von: Ich weiß, dass der Weg beschissen ist. Doch er ist schwer. Ich war nie leicht. Ich war nie schlank. Ich bin nicht mal sicher ob sich das für mich lohnt. Ja, ich habe gelesen, dass es besser sein soll... aber mpf... dann sehe ich die Person da. So dürr. So abgemagert. So... scheiße. Nichts, was mein Ziel wäre.

Das witzige ist: Ich habe kein Problem mit Sport. Mit sportlicher Leistung. Entsprechend meines Körpers bringe ich schon die eine oder andere Leistung. Doch jetzt schwindet auch das. In letzter Zeit habe ich gar keinen Bock, Ich ernähre mich so scheiße (so "Zuckerbetont"), dass meine körperliche Regeneration kaputt ist. Meine Lust auf Sport ist dahin und ich muss mich echt "aufraffen", was zu tun - wohl auch deshalb, weil ich weiß, dass der Sport nicht bringt, wenn man sich davor, danach und dabei mit verdammt vielen Kcal vollstopft.

Nach wie vor quäle ich mich zum Sport. Auch wenn ich "Krafttraining" lieber durch "Fahrrad fahren" ersetze, damit ich nicht alleine bin. Oder Abends lieber bei einem Umzug helfe. (Da hätte ich früher überlegt, wie ich beides unter einen Hut kriege) Abweichende Termine für Kraftsport... naja... Da mache ich eher Alternativen.

Worauf will ich mit diesem Gejammer eigentlich hinaus?

Auch wenn es harkt: Irgendeine Art Sport mache ich. Ich würde behaupten, auch wenn es am Kraftsport gerade mangelt, "Sport: Läuft". Diese Erkenntnis ist auch meinem Vater gekommen. (Das ist ein Sprung, was? :)) Dieser meinte so: "Bei dir hapert es dann am Essen." "Ist wohl was emotionales", erwiderte ich und er so: "Wenn es nur was emotionales ist, kannst du das doch ändern."

Ja...pff... schön wäre es. Ich sollte mir ein Hobby suchen, dass ich jeder Zeit ausführen kann. Inklusive Arbeit. Tja...

Dienstag, 23. Juni 2015

Never, ever do äh Fresstag! (Krisenalarm)

Lange kein Post mehr? Hat der der Kerl wieder Mist gebaut? Jupp. Hat er wieder Fett-Kilos drauf-gepackt? Jupp. So eine scheiße.

Vorletzten Sonntag habe ich mir so gedacht: Ich habe kein Bock auf Kcal zählen, dass geht mir so auf die Eier. Machste mal ein Fresstag. Dieser Fresstag schlug mit knapp 8000kcal zu buche - wie ich im nachhinein überschlagen habe. (Mir ist echt nicht klar, wie manche Menschen auf nicht mal 2000 am Tag kommen.) Leider blieb es nicht bei dem einem Tag. Jeden folgenden Tag habe ich so weitergemacht. Jeden Tag ein kcal plus von mehreren tausend Kalorien. Ich wusste, dass es meinem Körper nicht gut tut, aber hej... seit langer, langer Zeit hatte ich wieder das Gefühl, dass mein Hirn arbeitet wie es soll.

Ich fühlte mich gut. Meine Gedanken kreisten nicht ständig um das Essen, sondern waren erschlagen von Süßkram. Ein herrliches Gefühl. Lange habe ich mich nicht so gut gefühlt. Ich war wach, ich war fit. Ich fühlte mich einfach großartig.

Doch der Nachteil waren die Kcal. Bisher bin ich bei einem plus von 5 kg. Jedes Kilo, das ich in Wochen kleinster Arbeit verlor, war jetzt wieder da. Dusselige Leute könnten das Jojo-Effekt nennen, aber ich weiß, dass ich zu viel gefressen habe.

Jetzt bin ich in einer Zwickmühle: Wähle ich das Leben, dass mir leicht fällt. Das mir ermöglicht mein Hirn optimal zu nutzen, ich weniger Schlaf brauche und mich fitter fühle. Oder wähle ich den Weg des angeblich gesünderen, dass mir das alles nicht gibt und mir eher Unbehagen bereiten und mir das Gefühl gibt nicht mal richtig zu Regenerierern?

Wenn man das so liest, ist mir die Antwort klar: Ersteres - leider habe ich das Problem, dass eben genau dies mich früher oder später umbringen wird. Egal wie viel Sport ich mache. Das ist doch scheiße.

Samstag, 13. Juni 2015

Gewichtsschwankung (waaahhh...)

Kauf dir 'ne Waage, hamm' sie gesagt.
Wiege dich jeden Morgen, hamm' sie gesagt.
Da sind die Schwankungen nicht so groß, hamm' sie gesagt.
Ist besser, hamm' sie gesagt.


Pah! So viel dazu.

Dienstag, 9. Juni 2015

Bin ich sportsüchtig?

Im Moment dreht sich bei mir, wieder einmal, alles um kcal zählen und Sport. Jede Sporteinheit wird  ausgelebt, jede Sporteinheit wird Gas gegeben, jede Sporteinheit wird ersetzt. Jede nicht-genommene Einheit wird irgendwie gemacht. Auf dem Plan stehen 4-6 Einheiten pro Woche. 3 Krafttraining, 2-3 Schwimmen und Fahrrad fahren.

Von jedem, den ich davon erzähle, höre ich: Woah! Das ist aber viel. Krass.

Langsam merke ich, dass es an mir zerrt. Die ausgefallene Schwimmeinheit vom Samstag wurde auf Sonntag nachgeholt. Weil mir langweilig war, bin ich Sonntag Mittag zu McFit und habe da mal wieder eine geile Session hingelegt. Gestern fühlte ich mich leicht im Arsch. Schwimmen war ich trotzdem. (Ja, zweite Tage hintereinander) Trotz Muskelkater bin ich meine Bahnen geschwommen.

Heute bin ich fertig. Ich bin müde. Ich bin schlapp. Ich überlege heute nur Cardio zu machen. Ein Ausfallen der Sporteinheit kommt für mich nicht in Frage. Dieses schlechte Gewissen und dieses Kribbeln in den Fingern ist ein großer Grund für mich hinzugehen. Auf der anderen Seiten bin ich fertig.

So ein verhalten ist doch nicht mehr normal, oder? Zum Glück gibt es das Internet, dass jedem Mann bescheinigen kann, dass er schwanger ist. Oder schwul. Oder Krebs hat. Oder einen kaputten Stoffwechsel.

Was sagt denn die Wikipedia  zum Thema "Sportsucht" dazu?

Betroffene leiden unter dem inneren Zwang, sich sportlich zu betätigen, ohne jedoch Wettkampfambitionen zu haben.
Öööhh... Ja. Wettkampf habe ich zwar Theorie Lust drauf, aber bin sehr, sehr, sehr weit davon entfernt. Sehr weit.

Bei einem Teil der exzessiv Sporttreibenden kann gleichzeitig eine Essstörung (Anorexia Athletica) vorliegen; in diesen Fällen dient intensives Trainieren vor allem dazu, das Körpergewicht zu reduzieren um ein bestimmtes Figurideal zu erreichen.
Das _könnte_ auch auf mich passen, wenn "Gesund und Fit" ein Figurenideal ist. Wobei meine persönliche Vorstellung von "Gesund und Fit" durchaus mehr beinhaltet als "weniger Fett". Auch Muskeln sind wichtig.

Merkmale:
Ausdauersport ist ein zentraler Lebensinhalt
Lol. Nein. Cardio ist ziemlicher Mist... sagt der Kerl, der Abnehmen will, damit er ungefährted (für seine Füße) das Laufen anfangen kann

bei erzwungenem Verzicht auf Sport treten körperliche Symptome wie Nervosität und Magenschmerzen auf oder psychische wie Schuldgefühle oder Depressionen
Ähm... Was? Schuldgefühle? Check. Nervosität? Kann man gelten lassen. Depression? Öh... Ich dachte Spot hilft genau dagegen?

die Belastung wird kontinuierlich gesteigert
Mir fehlen da irgendwie weitere Beispiele.Steigerung ist ja eh sinnvoll, beim Kraftsport. Aber das ich inzwischen mehr als 3 mal die Woche Sport mache und mich freue, wenn es mehr Zeit gibt Sport zu machen (durch Terminverlegung), könnte durchaus kritisch sein

der Drang zu trainieren wird als innerer Zwang erlebt
Definiere "innerer Zwang".Ich denke da gibt es eine Kreuzzung mit Punkt 2

körperliche Warnsignale vor Überlastung werden ignoriert
Liegt durchaus im möglichen Bereich.

es wird auch bei Verletzungen weiterhin trainiert 
Kommt stark auf die Verletzung drauf an: Ist es ein Muskelkater im Oberkörper, können die Beine ja trainiert werden. Ich hatte ja mal eine Verletzung in der Schulter, habe aber weiter trainiert (weil ich dachte, es wäre normal) Jetzt lasse ich die Schulter ggf. ruhen.

soziale Kontakte werden wegen des Sports vernachlässigt oder aufgegeben
Schwierig. Meine sozialen Kontakte machen regelmäßig Sport mit mir; andere habe ich eher nicht. Aber ja: Ich verschiebe auch schon mal Termine, wenn der ursprüngliche Termin in meinem Training liegt.

Vielleicht, aber nur vielleicht, sollte ich mal eine Woche Zwangs-pausieren und gucken was passiert.

Sonntag, 7. Juni 2015

Das Ding mit anderen Trainingspartner....

...lasst es einfach. Ehrlich. Lasst es. Dieser Tipp "Zusammen lässt sich besser trainieren": Nein. Lasst es.

Aber mal in Lang:

Gestern war eigentlich Rad fahren und schwimmen angesagt. Jeweils mit jemand anderen zusammen.
Das Fahrrad fahren war so gegen 13-14 Uhr angedacht. Gestartet sind wir so gegen 16 Uhr. Dann meinte er so: "Das erste mal seit 1,5 Jahren Fahrrad" (angemerkt: in 3 Monaten soll die Strecke auf fast 100km anwachsen). Nachdem ich mich warm gefahren habe, war es auch schon zu Ende. Immer deutlich schneller als er gefahren und musste mich bremsen.

Das schwimmen ist auf heute verschoben. Na klar. Plötzlich kam ein Geburtstag rein. Grumpf. Er kam auf mich zu und wollte regelmäßig schwimmen. Erst sollte es Mittwoch sein, dann wurde es ihm aber zu spät. Dann Samstag. Tja... so viel dazu.

Merke: Ein Sportpartner macht nur dann Sinn:

  • Wenn dieser mindestens genauso motiviert ist wie du
  • Bereit ist genauso viel zu trainieren
  • dein ungefähres Niveau, was Leistung angeht
  • Zuverlässig ist
So was zu finden: Viel Glück :D

Mittwoch, 3. Juni 2015

Mttwoch: Kein Schwimmen

Mir geht es übel. Mich hat es erwischt. Ich bin müde und habe keine Lust. Dazu Hunger auf Zucker. Gar nicht gut, gar nicht gut. Ich lasse es heute mit dem Training lieber, schmeiss mir Vitamintabletten rein und gehe schlafen. Ganz lange. Scheiße. So viel dazu.

Wenn es morgen auch noch so kacke ist, werde ich vermutlich auch nichts machen. Alles doof.

Dienstag: Kraftsport

Das Kaloriendefizit zu halten hat sich als sehr kritisch herausgestellt. Natürlich musste ich unbedingt übertreiben und bin mit Hunger aus dem Haus. Nicht, dass ich nichts gegessen hätte... aber ein leichter Hunger war noch da. Das hat sich bin zum Mittag gezogen und hat sich mir tierisch auf den Magen und Kopf geschlagen. Oh...Mann...nix gut.

Das habe ich beim Training gemerkt: Erstmal ging gar nichts. Das Aufwärmen war schwieriger als sonst, Doch nachdem ich an jedem Gerät einzeln (die freien Gewichte waren mit Menschen belegt -.-) aufgewärmt habe, ging es dann langsam in Richtung ordentliche Gewichte. Immerhin: Die Kilogramm-Zahl konnte ich einigermassen halten :D

Richtig schwierige wurde es eigentlich "nur", als es an den Rückenstrecker ging.  Die "Experten"-Ausführung (Hände weit über den Kopf und dann wie Superman auf der Morgentoilette) war echt schwierig. Aber alles noch in akzeptablen Masse.

Dienstag, 2. Juni 2015

Montag: Schwimmen

Ein kleiner Erfahrungsbericht über die Trainingswoche, beginnend mit dem Montag (was irgendwie logisch klingt)

Montag ist Schwimmtag. Genauer: Mit anderen Schwimmtag. Je nach gusto schwimmen dann auch mal alle Mitglieder der Gruppe. Manchmal aber auch nur die Hälfte. Das macht aber nichts, denn ich habe mir angewöhnt zu schwimmen. Damit kann ich wenigstens Alibi-mäßig was machen, auch wenn meine Schwimmkunst, eher Kunst (sprich: abstrakt) ist und primär dazu dient irgendwie vorwärts zu kommen (im Vergleich zu den Leuten, die *wirklich* im Schwimmen trainiert sind)

Ein Mitglied der Gruppe meinte so bei Whatsapp so: "Noch irgendwer Lust was zu essen" und ich dann so: "Nur wenn wir pünktlich 19 Uhr beim schwimmen sind" und sie dann so: "Eigentlich wollte ich heute was anderes machen, aber was anderes täte auch mal gut" und ich dann so: "Unter Stress tut Sport immer gut" und zack de rapp (!) sind wir zu subway und danach zum Schwimmen. Manchmal kann das Lebens so einfach sein :D