Donnerstag, 26. März 2015

Beobachtungen über Sport Communities im Internet

Es hatte es mich aus einem Anfall von Eifer in den Finger gejuckt, die neue Fahrradpumpe zu testen. Also 4 Bar drauf und ab ging es. Hat funktioniert. Beseelt durch die Testfahrt wollte ich einfach mal googeln, welche netten Infos es dazu gibt.

Quasi gar keine. Ich brauchte, vergleichsweise, eine halbe Ewigkeit bis ich auf was interessantes stieß. "Interessant" heißt hierbei: Ein Forum. Nicht der Eintrag eines Online-Klatschblatts, welches auf fünf Seiten schreibt: "Fahrrad fahren ist gut".

Das gleiche gilt auch für das Laufen. Es gibt relativ wenige Informationen darüber. Ein wenig mehr, als beim Fahrrad fahren; aber immer noch ein Vergleichsweise kleiner Teil. Verglichen zum Kraftsport/Bodybuilding.

Fairerweise muss man sagen: Bodybuilding. "Wirklicher" Kraftsport (wie Kraftdreikampf) hat auch so eine schwächen; aber immerhin konnte ich die Regeln dazu finden. (Aber welchen Sinn und Zweck Gewichtsklassen haben und wie man die zu lesen hat: Weiß ich nicht)

Beim Bodybuilding gibt es unsäglich viele Webseiten. Quadrillionen von Meinungen und Billionen von Thesen, Billionen von Sportplänen und Billiarden von Ernährungsplänen. Ausgetüftelt von verschiedenen Personen für verschiedene Zielgruppen für verschiedene Preise.

Nicht beim Fahrrad fahren. Nicht beim Laufen.

Ich vermute einfach mal ganz stark: Cardio-Leute können nicht so viel (Mist) ins Internet schreiben, weil sie dabei sind ihre Sportart auszuführen. So eine "normale" Trainings"stunde" bei einem Fahrradfahrer kann, laut Forum, schon mal 2-3 Stunden dauern. Bei einer normal-arbeitenden Person bleibt dann nicht mehr viel Zeit über, die im Internet verg.... investiert werden kann.  Bei Kraftsportlern ist das anders: Das Training ist in der Regel nicht täglich und in der Regel auch nicht lange. Das heißt: Mehr Zeit.

Oder es liegt daran, dass bei Fahrrad fahren und bei Laufen bereits alles gesagt wurde. Auf jedes Problem gibt es genau "die" Lösung und das wars. Fachsimpeln ist da eher nicht nötig. Sehne tut weh? Vorderfußlauf. Knie tut weh? Rad zu klein. Kein Muskelwachstum? Falsche Ausführung, falsches Essen, falscher Schlaf... Aber das glaube ich fast nicht :D

Oder es liegt "einfach" daran, dass Bodybuilder selbst-verliebter sind, sich mit dem Sport Identifizieren und durch die fehlende Akzeptanz deutlich mehr distanzieren müssen? Immerhin scheinen Laufen und Fahrrad fahren gesellschaftlich besser akzeptiert, aber (reiner) Muskelaufbau.

Habt ihr auch solche Beobachtungen gemacht und habt ihr Idee warum das so ist?

Samstag, 21. März 2015

Ein Ziel - ein Plan - Fahrrad - Große Fragezeichen

Im Moment haben echt viele Leute Geburtstag. Da müsste man glatt mal Rechnen, was vor neun Monaten war*.... Und da kommt man doch glatt auf die Idee Menschen anzurufen und Leuten zum Geburtstag zu gratulieren, welche einen daran Erinnern, was man selbst man mal gesagt und dies dann gut verdrängt: Fahrrad fahren.

Das Ziel sollen 50km mit dem Fahrrad sein. 50 Kilometer. Am Stück. Und durch Geocaching auch noch im Stop-and-Go verfahren. Ach Herje-Miene.  Dazu zwei Sachen: _eigentlich_ wollte ich total fit dafür sein. Eigentlich. Aber die entsprechenden Ziele hatten keine Zeiten, hatten keine feste Definition; war eine Schnapsidee (von mir... war ja klar)

Doch dann kommt dieser Kerl an und sagt: "Das ist auf meiner To-Do-Liste für dieses Jahr." Und ich Esel sage nicht: "Bei mir nicht.", sondern "Mhm... Ich brauche Vorbereitungszeit - in Monaten. Also demnächst wird das nichts." "Alles klar, dann lass uns mal treffen und dafür quatschen. Wie wäre es Mittwoch?"

Mittwoch it is. Ich sollte echt, echt wieder den Fokus aufs Fahrrad legen. Selbst wenn es "erst" im August was wird, wird es doch sehr knapp. Ich behaupte allerdings in drei Monaten *irgendwie* fit zu sein. Und dieses *irgendwie* muss man doch glatt mal forcieren: Ich befürchte es geht in Richtung "weniger Gewicht": Reine Fettmasse, aber auch Belastungsgewicht; dafür mehr Wiederholungen. Oder doch Muskelaufbau, dafür die Cardio hochschrauben?** Diese Frage muss geklärt werden.

Fakt ist: Beides ist für die, noch laufende, Wette ideal. (Jaaa.... läuft noch :D:D:D)


* Ostern! Da gab es doch einen Spruch von wegen Eiern und Geschenke...
** Im Moment eher: Mal wieder machen...

Montag, 16. März 2015

Das Essen des Herrn B.

Okay. Wie fängt man etwas an, was man eigentlich als Podcast geplant hatte, aber aus Mangel von Artikeln in letzter Zeit, dann doch lieber auf die Schrift zugreift? Offensichtlich ist eine solche Frage eine Möglichkeit, wenn auch jetzt der Übergang zum eigentlichen Thema schwierig wird. Deswegen verzeiht, wenn ich das Stichwort das Artikels einfach mal reinwerfe:

Vegetarier. Die drei, vier Leute, die mich kenne, wissen: Das ist ein Trigger-Wort für mich. Angeblich Alt-Indianisch für "Zu Dumm zu Jagen". Naja. Wenn sich ein Fleischesser, als "Jäger" bezeichnet, weil er zu EDEKA an die Fleisch-Theke geht, weiß ich nicht was minder bescheuerter ist. Aber gut. Warum schreibe ich das? Schon wieder?

*Atmen* *Hüsteln*

Also. Am Wochenende haben wir das automatische Verwelken des Körper zelebriert (Geburtstag gefeiert) und dabei Chili con Carne gegessen. Und daneben stand ein zweiter Topf. Ohne Würstchen drin.Wie es sich herausstellte war die (womöglich zukünftige) Hausherrin Vegetarier. Ich musste mich echt zusammenreißen, nicht das aller blödeste und verachtendste zu sagen, so dass ich anmerkte, dass ich etwa diese Zeit Anti-Vegetarier bin.

Was ich eigentlich als Witz andachte, wühlte sich weiter in mein Hirn hinein. In letzter Zeit wühlt sich sehr viel Zeug in mein Hirn rein, aber egal. Mein Hirn (also... ich) hat (habe) ...Jedenfalls ist mir dann bewusst geworden, dass dies, zu mindest in dem letzten Jahr/einigen Jahren durchaus der Wahrheit entsprach. So dürfte es doch durchaus möglich sein, dass ich jeden Tag zu mindest Anti-Vegan gelebt habe und die vegetarischen dürften sehr selten sein. Vegan kann ich jedenfalls ziemlich sagen. Vegetarisch liegt zu mindest im Bereich des möglichen, da ich regelmäßig Eier esse. (Proteinäääää!!)

Aber ich glaube nicht. Irgendwie bedenklich. Bis zu einem gewissen Grad. Ich müsste gucke, was eine bessere Ernährung wäre. Nachdem ich mal wieder eine bessere Idee hätte, was ich trainieren soll. Dieses Testo-Thema kommt später mal. Vielleicht.

Montag, 2. März 2015

Manchmal ist Mitgefühl echt scheiße

Es sollte ein langweiliges Wochenende werden: Ich hatte vergessen irgendwelche Pläne zu machen und keiner hatte Bock auf Kino, also habe ich mir gesagt: Geil! Muss ich mich nicht anziehen und kann endlich ein paar Filme gucken. Gesagt, getan. So lag ich dann da und gammelte vor mich hin und plünderte ab und zu meinen Kühlschrank.

Dann kam eine SMS. Wie soll ich es schreiben? "Von einer mir sehr, sehr nahe stehenden Person, die nicht über drei Ecken mit einem Verwandt ist" schrieb mir: "Ab morgen bin ich Obdachlos...." Also musste ich überlegen: Kann man das ernst nehmen? In wie weit? Also habe ich gewahatsappt was das Zeug hielt und grübelte noch die Nacht hindurch, wie oft ich dieser Person noch die letzte Chance geben sollte und ob sie es wirklich verdient hat so auf den Boden zu fallen. Ich rede nicht davon, einen Freund sitzen zu lassen. Sondern einen Menschen, egal wie verwandt er ist, zu helfen. Das beschäftigte mich die ganze Nacht.

Am nächsten Tag konnte ich meine Gedanken mit Filmen betäuben. Es brauchte aber schon "Schindlers Liste" um das zu schaffen. Dann folgte ein Anruf von einer mir Unbekannte Nummer.

Am anderen Ende war die Polizei, welche diese Person in die nächste Psychatrie zu übergeben hatte.(Genauer: An die Feuerwehr) Der Grund dessen war kein Strafdelikt im eigentlichen Sinne... Böse Zungen könnten es eine Hommage an Robin Williams nennen... aber bitte denkt euch den Teil.

Seit dem bin ich angeschlagen. Ich bin geistig damit beschäftigt diesen Vorfall zu verarbeiten - In der Nacht habe ich keine drei Stunden am Stück geschlafen und ich wollte mich betrinken. Doch es blieb bei Ben&Jerry, sowie Zigarillos. Es ist interessant, wie ich reagiere in so einer Situation. Es hört nicht auf, das Hirn arbeitet weiter. Jetzt in dem Moment, wo ich diese Zeilen schreibe. Verdammte scheiße. Empathie ist scheiße.