Montag, 30. Juni 2014

Der Krieger und das Wochenende

Kaum hatte ich das 5-Tages-Fazit geschrieben, hatte ich natürlich gleich das größte Hindernis vor den Augen: Das Wochenende. Na klar funktioniert die Warrior Diet auch da. Wenn man ehrlich ist, ist es ja "nur" eine vereinfachende Form des Kcal-zählens, da jedes Essen bewusst aufgenommen wird - ABER das einnehmen einer riesigen Mahlzeit am Abend mit Freunden ist doch schon schwer.

Ich war um 16 Uhr verabredet und habe das Haus daher schon gegen 15 Uhr verlassen. Eine Rückkehr gegen 18/19 Uhr war nicht vorgesehen. Effektiv war ich sogar erst gegen ein Uhr Nachts wieder daheim. Das komplizierte ist halt deinem Gegenüber zu erklären, warum du jetzt ausgerechnet seine Küche belagern musst, um stundenlang zu kochen und zu essen. (Heuten waren es übrigens knapp 3 Stunden)

Dementsprechend habe ich die Fastenzeit gekürzt und auf den Tag verteilt. Die erste Mahlzeit gegen 13 Uhr und dann ab 17 Uhr mit Pizza und Alkohol nachgefüllt. Ich bin definitiv über mein Tageslimit gekommen. Wie weit drüber: Keine Ahnung. Doch am Sonntag konnte ich mich wieder zügeln. Es waren zwar mehr als der Grundumsatz, aber immer noch im theoretischen Defizit.

Ich hoffe ja immer noch, dass der Samstag als eine Art Refeed gewirkt hat, damit der Schaden nicht so exorbitant hoch ausfällt - ob ich mir an einem Tag die Woche versaut habe, oder ob ich abgenommen habe, sehe ich dann morgen.

Fest steht definitiv eins: Die Kriegerdiät ist nicht für jeden geeignet und nicht jeder Zeit durchsetzbar. Ich hätte natürlich bei den Freunden nichts Essen können, aber ab und zu versuche ich mich dann auch noch sozial genug zu benehmen :)

Freitag, 27. Juni 2014

5 Tage Warrior Diät-Fazit

Kann man nach 5 Tagen ein Fazit ziehen? Eigentlich nicht, aber.... ich versuche mal, in Anbetracht von 5 Tagen, einen Rückblick zu wagen.

Mir kam relativ spontan die Idee diese Diät auszuprobieren. Der Name alleine war mir schon Programm genug und brachte mich dazu mehr darüber zu lesen. Hört sich doch auch besser an: "Warrior Diät". Stellt euch mal "Brigitte Diät" daneben; oder versucht "LCHF" nicht wissenschaftlich klingen zu lassen: Das geht einfach nicht. Sorry. Da ich ja auch einen fitteren Körper (der nicht unbedingt einen perfekten BMI hat) im Hinterkopf habe, klang das für mich interessant, um nicht zu sagen "männlich" (YEAH!*).

Im Nachinen habe ich eh meine eigene Version draus gemacht. Nicht, dass ich die Begleitumstände geändert hätte, nein. Das ursprüngliche Konzept sieht vor auf seine Instinkte zu hören und danach zu essen. Ich habe die letzten 25 Jahre auf meine Instinkte gehört und wiege jetzt 155 kg. Dazu habe ich es schon mit Hypnose probiert - meine Instinkte mögen zwar irgendwie Funktionieren und halten mich am Leben, aber sie lassen mich auch immer fetter werden. Auf gut deutsch: Instinkte sind eher so neee.. (An dieser Stelle mal kein "Yeah!", da mich diese Erkenntnis eher ernüchtert hat)

So habe ich im Internet eine Reihenfolge gefunden, in dem man am besten bei der Warrior Diet essen sollte:

  1. Salat
  2. Gemüse
  3. Protein
  4. komplexe Kohlenhydrate
  5. Falls nun wirklich noch Hunger bestehen sollte, ist hier Platz für ein bißchen Sünde

Im optimalen Falle geh man dabei von oben nach unten runter. Ich finde die Idee gar nicht so beknackt und dürfte sich auf alle Ernährungsweise anwenden lassen. Auf 1. habe ich bisher verzichtet, da ich keine Salat gefunden habe der schmeckt oder den Geschmack exklusiv aus der Soße** holt (an dieser Stelle könnt ihr das selbe einfügen, was ich letztens unter Gewürze gesagt habe; gilt auch für Soßen) Zwei-teres allerdings habe ich gemacht und habe vor es weiter zu machen: Gemüse! Heute habe ich wieder Erbsen und Möhren gemacht, morgen soll mal der Spinat dran glauben :) YEAH!***

Drittens ist einfach und meist bei mir noch mit HighFat verbunden. Also schönes Stück Wurst, schönes Stück Fleisch. Und wenn ich "Stück" sage meine ich: 4 Würste! Und damit das nicht genug ist, schiebe ich noch eine Pizza nach! MANN! IST DAS GEIL! YEAAAAH! BÄMM! Punkt 5 allerdings kam bei mir noch nicht zum tragen. Vielleicht heute mal. Mal gucken.

Jetzt kommt ihr und fragt euch: Wird der Kerl dann denn nicht fett oder frisst er gar sich quer durch den Kühlschrank, weil er den ganzen Tag nichts gegessen hat? Nein.Ich habe das alles kontrolliert. Es ist erstaunlich seine Kontrolle zu bewahren, wenn man den ganzen Tag nichts gegessen hat. Die ersten zwei Tage waren richtig schlimm, am ersten Tag habe ich richtig gefailt. Doch dann habe ich durchgehalten. Ich habe die Entgiftungskopfschmerzen durchgehalten (Ich behaupte mal das es das war) und ich habe bis Abends zur Nahrungsaufnahme gewartet. Die Nummer ist nur die: (Achtung, könnte angeberisch wirken... aber das kennt ihr ja schon)

Ich habe durchaus viele Muskeln. Ich habe sie nicht nur durch das regelmäßige Training, sondern durch mein pures Gewicht - und ich möchte sie behalten. Nicht nur aus Eitelkeit, sondern auch aus der Angst, dass dieser Körper unbenutzbar bleibt. Daher ist es wichtig eine hohe Proteinaufnahme zu haben und seinen Grundbedarf an Kalorien zu decken. Bei mir liegt der bei 2100kcal. (Ca.) Diese müssen durch genau eine Mahlzeit aufgenommen werden. Das entspricht bei mir durchaus mal 4 Würsten, Erbsen, Möhren und eine Pizza. (Ich muss zugeben: Der Gemüseanteil könnte höher sein)  Tatsächlich wäre es ein leichter unter den Grundbedarf zu kommen und so Gewicht zu verlieren. Aber ich habe keine Lust, dass durch meine plötzliche Eingebung mein Körper runterfährt... Ihr wisst schon. Bei jeder Ernährung gilt immer die Kalorienbilanz; es gibt auch dicke Vegetarier.

Bitte lest den letzten Abschnitt zur Not mehrfach: Ich esse einfach "nur nicht". Ich verschiebe meine gesamte Aufnahme auf den Abend!  (Falls sich jemand hier her verirrt und denkt bei der Warrior Diät wird nicht gegessen, sei nochmal gesagt: Es ist keine Magerkuhr, sondern das umverteilen der Nahrungsaufnahme! So bescheuert sollte keiner sein!) Da kann ich sie dann kontrollierter Aufnehmen und greife nicht Instiktiv nach Schokolade. Übrigens auch nicht nach Cola oder anderen süßen Pampe. Die ganze Zeit über habe ich nur Wasser getrunken. Am Anfang 5 Liter während der Arbeit, um den Hunger Tod zu saufen. Heute war es deutlich weniger, auch die Kopfschmerzen sind nicht gekommen. YEAH!

Damit dieser Text noch länger wird, schreibe ich etwas über mein Training. Ich habe es ja schon vor längerer Zeit auf zweimal in der Woche begrenzt und das dann auf Dienstag und Donnerstag geschoben, weil es mir im Moment einfach "too much" war. Aber holla die Waldfee könnt ihr mir eins glauben: Das Training war Bombe! Ich hatte in den letzten Woche noch nie so viel Energie wie in den zwei Besuchen! Obwohl ich den ganzen Tag nichts aß (die Mahlzeit liegt "ordnungsgemäß" nach dem Training btw.) war die Leistung spitze und ich konnte meine Kraft sogar noch einige Sätze früher mobilisieren und mal ein ganzen Training machen und musste aus Müdigkeit nicht abbrechen. Das ist halt mal sehr genial!


5-Tages-Zwischen-Fazit: Es klang definitiv wie eine bescheuerte Idee etwas auszuprobieren, was sich "Warrior Diet" (fälschlicherweise "Kämpfer Diät" im deutschen) zu mal dies mit Hungern und viel fressen zu tun hat. Doch wenn man mit Köpfchen drangeht und vieles bedenkt, dann wird diese Ernährungsweise zu einer Art Heilfasten für Körper und Geist. Der Mensch an sich kann Hunger ab und laut dem Erfinder der Diet kann der hungernde Körper mehr leisten: Mehr Denken (weil nicht verdaut werden muss) und mehr körperliche Leistung (weil das Mammut gefangen werden muss) Ich denke ich werde diese Ernährungsweise noch weiter praktizieren. Auch wenn ich bei dem Wochenende gucken muss, wie ich das am dümmsten anstelle - aber immerhin kann man ja Alkohol einfach zur Not zur Kcal Bilanz zählen. YEAAAAAAAH!****

P.S.: Ihr wollte bestimmt wissen was die Waage sagt? Im Grunde: Keine Ahnung. Zu Hause habe ich keine und bei McFit stand 1kg in zwei Tagen drauf. Ich denke das ist zu viel und hat mit Wasser zu tun :)

*Das "Yeah!" müsst ihr euch mit einem grollen im Adamsapfel vorstellen, der die Stimme gleich kratziger und tiefer macht.

** Und die Soße nicht reiner Zucker ist

*** Theoretisch wäre das sogar ein "fuck yeah!", aber es könnten Kinder anwesend sein

**** Dieses YEAH! ist wie bei CSI Miami zu lesen!

Donnerstag, 26. Juni 2014

Ein Hauch von Premiere


(Jaaa... ich wollte eigl. nicht mehr am PC essen, aber... Ich denke morgen wird ein erstes Warrior Diät-Fazit fällig)

Sucht vs Bedarf (Das Krieger-Tagebuch)

Schokolade. Diese eine Schokolade. Die will ich jetzt. Ich will sie haben. Ich muss sie essen. Komplett. Dann bin ich satt und glücklich. Dann bin ich befriedigt. Es muss genau diese eine Sorte sein. Schoko und Keks. Oder Ritter Sport Nuss. Eine von beiden. Erstere bevorzugt.

Seit gestern Abend, nach dem einzigen Essen des Tages*, ging es los: Ritter Sport. Ritter Sport. Ritter Sport. Immer zu. Ritter Sport. Ich dachte es wäre der typische Insulinpegel nach dem Essen. Ritter Sport. Doch es hörte einfach nicht auf. Ritter Sport. Den ganzen Morgen ging es weiter. Bis ich mir gesagt habe: Keine Ritter Sport. Dann war eine Stunde Ruhe. Keks&Milch. Fing es dann an. Immer wieder. Immer wieder.

Dann habe ich mal geguckt woran es liegen könnte. Um die Kcal mitzuzählen, habe ich die Lebensmittel bei fddb.info notiert. 90 Gramm Kohlenhydrate. Eigentlich nicht zu wenig. Könnte ich "aus versehen" in die Ketose gerutscht sein? Theoretisch wäre das möglich, wenn meine Glykogen-speicher sind sehr viel mehr Kohlenhydrate erwarten und ich das seit Tagen auf dem Niveau halte. Zusätzlich kommen noch die Symptome wie Kopfschmerzen dazu - Zeichen einer innerlichen Säuberung durch das Fasten oder eine Nebenwirkung der Ketose? Ich bin mir nicht sicher.

Auf der anderen Seite bleibt natürlich noch die Gefahr einer möglichen Unterzuckerung. Es ist erstmal nicht auszuschließen. Alles ist so kompliziert. Brauche ich den Zucker, den ich aus dem Süßkram früher geholt habe, um zu funktionieren? Doch warum will mein Geist immer nur diese eine bestimmte Sorte und lässt nicht über andere Sorten verhandeln? Für mich deutet das auf Sucht hin. Im Gegenstück dazu versucht mein inneres Ich mich zu überzeugen, dass es ja nicht schlimm sei. Ein bisschen sehr wie Engelchen und Teufelchen. Und ich sitze da in der Mitte. Habe Hunger und nicht wirklich das verlangen nach fettigem, was auch sättigt, sondern nach Zucker. Heute ist es sehr brutal. Ich hoffe ich bleibe standhaft. An Tag 1 hat es ja mal gar nicht funktioniert....

* Natürlich achte ich darauf in dieser Mahlzeit genug Kcal zuzuführen; ich bin zwar bescheuert, aber wenn ich nur nach Gefühl essen würde, läge ich unter meinem Grundumsatz - und so bescheuert bin ich auch wieder nicht :)

Mittwoch, 25. Juni 2014

Mein liebster Award (Teil XYZ)

Wer ihn noch nicht kennt, oder das letzte halbe Jahr verpennt hat: Der Liebste Blog-Award ist wieder da. Ich wurde nominiert und darf fragen beantworten. Doch erstmal: Wie funktioniert er denn?



1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat
2. Beantworte 11 Fragen, die dir vom Blogger, der dich nominiert hat, gestellt wurden.
3. Nominiere weitere 11 Blogger mit weniger als 200 Lesern.
4. Stelle 11 Fragen an deine Nominierten.
5. Informiere deine Nominierten über deinen Post.


Um die Spannung vorneweg zu nehmen: Punkt 3,4,5 werde ich "überspringen", da die, die ich nominieren würde mehr als 200 Leser haben oder schon zig mal nominiert worden sind und diesen Award nicht mehr sehen können :) Doch kommen wir zu den fragen:

1. Seit wann gibt es deinen Blog und um welches Thema geht es?

Der erste Blogartikel ist vom 8. Juli 2013 So lange gibt es auch diesen Blog. Faszinierend wie schnell so ein Jahr umgeht. Bald ist Jubiläum! YEAH!
Das Thema dieses Blogs ist... ähh... gute Frage. Ursprünglich war es ein Blog um meinen Abnahmefortschritt zu dokumentieren. Da dieser auf einem konstant niedrigen Level blieb (um es mal schmeichelhaft zu umschreiben) ist mehr ein Tagebuch meiner Anstrengung dem Titel dieses Blogs gerecht zu werden.

2. Warum bloggst du?

Um meine Gedanken irgendwie niederschreiben zu können. Manchmal vergesse ich tatsächlich, dass die Texte von Menschen gelesen werden. Andere wiederum schreibe ich bewusst, dass sie gelesen werden; bei anderen ist es mir egal. Ich versuche auch beim bloggen keine Routine aufkommen zu lassen... Ausserdem erinnert mich das schreiben dieses Blogs an mein, nicht mehr vorhandenes, Ziel.

3. Bevorzugst du zu schreiben oder zu lesen?

Kommt auf den Blog an. Bei bestimmten Blogs liebe ich es zu lesen. Andere Blogs neigen dazu immer das selbe zu schreiben. Gerade bei Blogs, bei denen es ums Abnehmen geht, klingen sehr oft, sehr gleich und schmeißen Zahlen um sich. Sowas ist eher langweilig. Mich interessieren die kleinen Abenteuer viel lieber und das "feiern" von kleinen Fortschritten.

4. Versetze dich in deine Kindheit zurück: Was wolltest du beruflich mal machen?

Bis sechs Jahre: Bauarbeiter. Allerdings habe ich das mit Architekt verwechselt.
Danach habe ich den Computer entdeckt und wollte damit arbeiten. Jetzt bin ich Informatiker.

5. Für welche deiner Eigenschaften wurdest du bisher oft gelobt?

Für das schnelle Tippen an Computern,
für das perfekte Ausführen einer Räuberleiter,
für das schnelle begreifen von Übungsausführungen,
für die erstaunliche Körperkontrolle/Spannung

...Mhm... eigentlich lobe ich mich selbst gerne :)

6. Welche Musik magst du?

Deutsch Rock/Pop, alles Mainstream. Ich höre sehr selten Musik und finde diese dann auch sehr schnell, sehr langweilig.

7. Wohin würdest du gerne einmal verreisen?

Öhm. Ich bin nicht gerade der Sonnentyp und wandere gerne... Also Neuseeland, Island. Hauptsache Geocache :)

8. Gibt es Wünsche, die du dir in näherer Zukunft erfüllen willst/wirst?

Nein. Im Moment bin ich wunschlos. Nimmt man nur die Materiellen Sachen und zieht seinen Körper ab :)

9. Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?

Gute Frage. Da muss ich echt überlegen.... "The Lego Movie". Im Moment gehe ich echt wenig ins Kino.

10. Gibt es etwas in deiner Wohnung, was besonders wertvoll für dich ist? Materiell oder emotional?

Mein Computer. In beide hinsicht. Ohne ihn hätte ich nur noch das Handy als Verbindung zur Welt.

11. Hast du Ängste? Und wenn ja, wovor?

Ja, habe ich. (Wobei ich denke: Niemand ist wirklich Angstfrei.) Wovor? Da gibt es eigentlich vieles. Das klassische ist "Höhe". Das geht bei mir ja mal gar nicht. Früher konnte ich nicht mal Rolltreppen fahren. Sowas wie "vor Menschenmassen" sprechen geht bei mir in der Regel, aber fremde Menschen ansprechen ist bei mir eher schwierig. (Ist "Schüchtern" eine Angst?)

Dies sind aber eine eher unbegründete Angst. Eine begründete Angst besteht eher in meinen Knochen, Sehnen und der Achillesverse - auf Grund meines Gewichts kann da noch einiges passieren.

Dienstag, 24. Juni 2014

Tagebuch eines Kriegers

Vom Tage erschöpft lag der Krieger in seinem Bette, bis ihn seine Instinkte (unterstützt durch einen Wecker) wachgemacht haben. Sein erster Gedanke: "Ich bin ein Warrior. Ich halte das durch." Heute hatte der Krieger dran gedacht eine Menge Wasser einzupacken.
Der erste Knick kam um 10 Uhr. Da meldete sich der Magen und randalierte so vor sich hin. Nach etwa einer Stunde war der Hunger ersoffen. Zwei Stunden später kam der Magen wieder. Der Krieger wurde schwach und zweifelte an seiner Standhaftigkeit. Aber er wollte es genau wissen und hielt durch. Die Idee schien saublöd.
Doch der Krieger hielt durch. Tapfer. Irgendwann fingen Kopfschmerzen an. War das schon der kalte Entzug von Kohlenhydraten? War es zu wenig trinken? Der Blick auf zwei leere Flaschen Wasser lies vermuten: Es sind hoffentlich die Kohlenhydrate.
Dann wurde es 15 Uhr. Der leere Magen war immer noch zu spüren. Doch lange nicht mehr so dumpf. Doch lange nicht mehr so brutal. Es ist einer Art interessanter Leere gewichen. Einer konstanten Leere. Nicht unbedingt das angenehmste, aber konstant. Und das ist doch schon mal eine Verbesserung.

Interessant wurde es gegen halb 5. Training. Unter der Erwartung puren Zusammenfalls, weil fehlende Energie Grundlage, stellte sich der Krieger innerlich auf ein schwaches Training ein - das Gegenteil war der Fall. Das Training war großartig! Durchgehend volle Energie und volle Leistung. Toll. Sehr gut. Nach dem Training war der Krieger auch nicht schlapp, wie früher, sondern angenehm ausgepowert.

Herrlich! 18 Uhr! YEAH! Essenzeit! Eigentlich... eigentlich ist der Hunger... naja. Der Magen ist merkbar, aber das Bedürfnis auf Essen: kaum... ich hoffe da geht nix "kaputt". Sicherheitshalber wird was gegessen.

Montag, 23. Juni 2014

Ein halber Tag KRIEGER!

WUAAAH!!! UUUhh... AAAAhh... Grrr.... *Schnauf* Sagte der Mann mit der Glatze (der sich inzwischen nicht mehr wundert, warum es um seinen Kopf zieht) und erfreute sich daran, dass er in zwischen martialisch Veranlagt ist und sich und die Umwelt... Ach egal. Sagen wir einfach er wäre es gerne. Sagen wir einfach: Ich wäre es gerne.

Ich mag es sinnlos viele Gewicht heben. Ich liebe es sie durch die Gegend zu drücken. Ich liebe den Anblick von starken Männer (Wadde... könnte falsch klingen.... ich versuche das nochmal) Ich liebe den Anblick von roher Kraft und dem lauten Gebrüll dabei. Ich liebe das Gefühl nach einem hirnrissigem Unterfangen, bei dem alle Wetten gegen einen stehen, als Sieger dazustehen, auch wenn es mich an die Grenzen bringt. Ich liebe es an meine Grenzen zu gehen und dann was zu schaffen. Früher war das vorallem geistig. Heute wünsche ich mir diesen Zustand immer öfter für meinen Körper vorbei. Was gibt es da besseres als eine Diät, die sich "Warrior Diet" nennt? EBEN!

...Wie so oft propagiert auch diese Diät mit dem Satz: "Ich bin keine Diät, ich bin ein Lebensstil". Das wollte ich nur erwähnt haben. Letzten Endes ist es immer noch eine Diät, weil Diät ja aus irgend einer Sprache heißt und so viel wie "Lebensstil" bedeutet...

Warrior klingt mächtig! Warrior klingt hart! und Warrior klingt vor allem nicht nach abnehmen, sondern hat den funktionierenden Körper vor Augen. Geil! Endlich was zum Abnehmen, ohne das Ziel des Abnehmens! Doch was hat es für einen Haken?

Ganz einfach. Die Warrior Diät hat zweit Phasen pro Tag:

Undereating
Bei der Undereating-Phase geht es dem Fett an den Kragen. In der Undereating-Phase wird nicht mehr als 500kcal gegessen. Wasser und Kcal-Arme Getränke sind erlaubt. Empfohlen ist Wasser und Kaffee. Mindestens 3 Liter. YEAH! Hunger! YEAH!

Overeating
In der Overeating-Phase wird gegessen. Und zwar alles was der Körper braucht und bis man Satt ist. YEAH! Fressen! YEAH!

Der Haken an der Sache: Die Undereatingphase geht 20 Stunden pro Tag. Die Overeating-Phase 4 Stunden. Obwohl das total natürlich ist zu hungern, dürftet ihr sehen wo der Haken ist: Richtig. Im Hunger. So habe ich es geschafft einen ganzen halben Tag durchzuhalten. Toll.

Mal gucken ob ich es weitermache. Ich mag doch dieses martialische... und es spart Geld :p

Samstag, 21. Juni 2014

Training und Ernährung während einer Zombieapocalypse

Ich gucke mir gerade allerlei Blödsinn an und erspare mir eine weitere Wanderung. Mein Knie und meine Achillessehne sagen mir: Lass den quatsch. Also schreibe ich mir jetzt Gedanken auf, was zu tun wäre in eine Zombieapocalypse.

Da jeder Szenario unterschiedlich ist, stellen wir uns mal folgendes vor: Die Erde ist überwandert von Zombies. Fast jedes Lebewesen ist ein Zombie. Es ist nicht ganz klar warum es so ist, aber wir befinden uns in Jahr 5 nach der Zombieapocalypse. Es haben sich kleinere Gebiete gebildet wo überlebende Menschen und Tiere hausen und bereits eine grundlegende Soziale Struktur aufgebaut mit bestimmten Berufen. Die Berufe und Aufgaben werden nach Fähigkeit aufgeteilt, nicht nach Geschlecht, Religion oder Hautfarbe. (Warum muss dafür die Welt untergehen? Booaaahhh ist das kritisch!)

Und darin leben wir. Wie können wir in dieser Welt überleben und wie muss ein Training aussehen? Was sind die Ziele eines Trainings und wie die Ernährung?

Eins ist klar: Das Training, sofern es extra stattfinden muss, dient nicht der Schönheit und der Eitelkeit des einzelnen Menschen. Es ist zielgerichtet und dient dazu seine Aufgabe zu erledigen. Bodybuilder, wie sie Klischeehaft auf Bildern zu finden sind, sind unpraktisch. Denn die haben nur eins: Muskeln. Die Ausdauer ist quasi nicht vorhanden und sie benötigen unglaubliche Mengen an Nahrung, um diese Aufrecht zu erhalten.

Da haben Ausdauerläufer einen besseren Vorteil. Wenn wir aber so einen "einfachen" Marathonläufer nehmen hat dieser ein Problem: Der Wasserverbrauch während des Laufens und der Kohlenhydrat verbrauch nach dem Lauf sind verdammt hoch, Desweiteren ist er darin trainiert lange eine bestimmte Geschwindigkeit zu halten. Allerdings ohne zusätzliche Gewichte. Solche Menschen könnten gut als Nachrichtenübermittler von Standort zu Standort eingesetzt werden. Die Verlustquote dürfte aber relativ hoch sein, da sie kaum Kraft haben mit denen sie Kämpfen können.

Unser Idealer Mensch dieser Zeit wäre also eine Person, die Kräftig und Ausdauernd zu gleich ist. Sie sollte in der Lage sein einfache Kämpfe zu bestehen und schnell Distanzen zu überwinden. Denn: Gutes Fleisch gibt es nur ausserhalb. Die Menschen haben zwar gelernt Roggen und Weizen anzubauen, aber durch den begrenzten Raum muss aus dem wenigen Weizen Brot gebacken werden und sollte nicht an Tiere verfüttert werden. Daher braucht es Jäger.

Diese müssen mit guten Proteinen versorgt werden, um ihre Muskulatur zu erhalten. Dazu sind Kohlenhydrate wichtig, damit sie Leistung bringen können und nicht auf ihre wertvollen Fettspeicher zurückgreifen müssen, welche sie über den Winter bringt.

Das heißt: Ein direktes Krafttraining wird nicht nötig sein. Der Umgang mit Speer und der regelmäßige Einsatz außerhalb der sicheren Siedlung muss als Training reichen. Nur so hat der Mensch genauso viele Muskeln wie er braucht und nicht zu viele, welche den Nahrungsbedarf erhöhen würden. Die Nahrung bestünde, ähnlich der Steinzeit, selten aus Fett und Proteinen (dafür sicherlich sehr wertvolle) und häufig aus Kohlenhydraten, in Form von Brot.

Wie seht ihr das? Habt ihr euch dazu Gedanken gemacht? (Wenn ja: Warum?!?)

Donnerstag, 19. Juni 2014

Die 10 Regeln der DGE unter meiner Lupe

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. hat Ernährungsregeln aufgestellt. Das besondere dabei: Sie sind die Grundlage für die Ernährungstipps der Bundesregierung. Deshalb schadet es ja nicht sich diese Regel mal anzugucken und zu bewerten.

(Quelle der Regeln: http://www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=15)

Die Lebensmittelvielfalt genießenVollwertiges Essen und Trinken beinhaltet eine abwechslungsreiche Auswahl, angemessene Menge und Kombination nährstoffreicher und energiearmer Lebensmittel. Wählen Sie überwiegend pflanzliche Lebensmittel. Diese haben eine gesundheitsfördernde Wirkung und unterstützen eine nachhaltige Ernährungsweise.

Die Überschrift ist toll und ich gebe Recht. Der Erklärungstext dazu ist ein wenig sehr hohl und nichts sagend. "Angemessene Menge" - mir ist schon klar das ein Kind weniger essen sollte, als ein erwachsender Leistungssportler. Aber eine Definition: Fehlt. Mir ist nicht ganz klar warum Nährstoffarme Lebensmittel so betont werden - klar für Abnehmwillige bestimmt sinnvoll, für Magersüchtige ein Steilvorlage. Es ist mir irgendwie zu platt.

Reichlich Getreideprodukte sowie KartoffelnBrot, Getreideflocken, Nudeln, Reis, am besten aus Vollkorn, sowie Kartoffeln enthalten reichlich Vitamine, Mineralstoffe sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Verzehren Sie diese Lebensmittel mit möglichst fettarmen Zutaten. Mindestens 30 Gramm Ballaststoffe, vor allem aus Vollkornprodukten, sollten es täglich sein. Eine hohe Zufuhr senkt die Risiken für verschiedene ernährungsmitbedingte Krankheiten.
Wie bitte? Nudeln enthalten Vitamine? Vielleicht Vitamin B, aber das kommt eher aus der zugesetzten Milch. Nicht zu vergessen dem zugesetzten Zucker. Das entscheidendere ist hier ein Nebensatz: Vollkorn. Auch wenn das die intelligenteste Aussage (wenn auch unbelegte) in dem Absatz ist. Mein Favorit ist eh der letzte Satz und dürfte alle trainierten und fitten Paleo-, und LC-Anhänger im Dreieck springen lassen.

Gemüse und Obst – Nimm „5 am Tag“Genießen Sie 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag, möglichst frisch, nur kurz gegart oder gelegentlich auch als Saft oder Smoothie – zu jeder Hauptmahlzeit und als Zwischenmahlzeit: Damit werden Sie reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt und verringern das Risiko für ernährungsmitbedingte Krankheiten. Bevorzugen Sie saisonale Produkte.
Ganz prinzipiell halte ich das erstmal nicht für so verkehrt Obst und Gemüse zu essen. Je nachdem sollte man halt auf den Fruchtzucker achten, aber das ist immerhin besser als der Industriezucker. Denke ich zu mindest (ohne es belegen zu können) Der Hinweis auf Saft und Smoothie halte ich für bedenklich. Es wird suggestiert, dass die Aldi-Zuckerpampe viele Vitamine hat. Hat eher nicht.

Milch und Milchprodukte täglich, Fisch ein- bis zweimal in der Woche, Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in MaßenDiese Lebensmittel enthalten wertvolle Nährstoffe, wie z. B. Calcium in Milch, Jod, Selen und n-3 Fettsäuren in Seefisch. Entscheiden Sie sich bei Fisch für Produkte mit anerkannt nachhaltiger Herkunft. Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung sollten Sie nicht mehr als 300 – 600 g Fleisch und Wurst pro Woche essen. Fleisch ist Lieferant von Mineralstoffen und Vitaminen (B1, B6 und B12). Weißes Fleisch (Geflügel) ist unter gesundheitlichen Gesichtspunkten günstiger zu bewerten als rotes Fleisch (Rind, Schwein). Bevorzugen Sie fettarme Produkte, vor allem bei Fleischerzeugnissen und Milchprodukten.
Ej. Ej. Ej. Ej. Hier findet man die erste wirklich präzise Grammangabe. Das finde ich gut. Auch wenn weißes Fleisch ohne tiefere Begründung bevorzugt wird. Das gleiche gilt bei der Warnung vor Fett. Ich halte es für bedenklich Milch und Milchprodukte generell zu empfehlen ohne auf Laktointoleranz zu verweisen, die eine hohe Verbreitung hat. Auch ist nicht ganz klar ob der Fisch zu denn Grammangaben dazu zählt, sondern nur das Fleisch (welcher Dämlack hat sich denn diese Trennung ausgedacht o0)

Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
Fett liefert lebensnotwendige (essenzielle) Fettsäuren und fetthaltige Lebensmittel enthalten auch fettlösliche Vitamine. Da es besonders energiereich ist, kann die gesteigerte Zufuhr von Nahrungsfett die Entstehung von Übergewicht fördern. Zu viele gesättigte Fettsäuren erhöhen das Risiko für Fettstoffwechselstörungen, mit der möglichen Folge von Herz-Kreislauf- Krankheiten. Bevorzugen Sie pflanzliche Öle und Fette (z. B. Raps- und Sojaöl und daraus hergestellte Streichfette). Achten Sie auf unsichtbares Fett, das in Fleischerzeugnissen, Milchprodukten, Gebäck und Süßwaren sowie in Fast-Food und Fertig- produkten meist enthalten ist. Insgesamt 60 – 80 Gramm Fett pro Tag reichen aus.
WAS? Diesen Text könnte man fast 1:1 nehmen und auf Zucker anwenden und er behält seine Richtigkeit. Ich halte Zucker ja für gefährlicher als Fett. Aber bekanntlich macht Fett ja Volkskrankheiten, wie Diabetes... ach moment...

Zucker und Salz in MaßenVerzehren Sie Zucker und Lebensmittel bzw. Getränke, die mit verschiedenen Zuckerarten (z. B. Glucosesirup) hergestellt wurden, nur gelegentlich. Würzen Sie kreativ mit Kräutern und Gewürzen und wenig Salz. Wenn Sie Salz verwenden, dann angereichert mit Jod und Fluorid.
Maßen nicht Massen. Aber rein vom Text ermöglichen sie mehr Zucker zu sich zu nehmen, als Fett. Also lese ich da jetzt raus. Ich finde man liest schon raus vorher der Wind weht: Anstatt zu sagen Glucosesirup lassen wir ganz weg, sagen wir: Friss einfach weniger davon. Mal so der Gedanke: Einfach mal weglassen. Leider wird nicht angedeutet in welchen Lebensmittel sich Zucker versteht. Ich tippe ja auf rotes Fleisch. Die zweite Sache ist: Warum soll ich mir Sachen kaputtwürzen? Wenn etwas scheiße schmeckt (vielleicht weil zu wenig fett?) dann sollte man es nicht essen! Das gleiche gilt auch für Salz. Ich habe eigentlich nur Gewürze im Haus, falls jemand anderes bei mir kochen will. Oder ich mich im kochen versuche und dann doch eine Pizza bestelle.

Reichlich FlüssigkeitWasser ist lebensnotwendig. Trinken Sie rund 1,5 Liter Flüssigkeit jeden Tag. Bevorzugen Sie Wasser – ohne oder mit Kohlensäure – Vollwertig essen hält gesund, fördert Leistung und Wohlbefinden und unterstützt einen nachhaltigen Ernährungsstil. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse 10 Regeln formuliert, die Ihnen helfen, genussvoll und gesund erhaltend zu essen. und energiearme Getränke. Trinken Sie zuckergesüßte Getränke nur selten. Diese sind energiereich und können bei gesteigerter Zufuhr die Entstehung von Übergewicht fördern. Alkoholische Getränke sollten wegen der damit verbundenen gesundheitlichen Risiken nur gelegentlich und nur in kleinen Mengen konsumiert werden.
 Kurze Ergänzung von mir: Alkoholische Getränke sollten im Grunde nie getrunken werden. Ansonsten empfehle ich eher ab 3 Litern. Es fehlen wieder Mengenangaben zu dem Zucker. Ansonsten der sinnvollste Text in der ganzen Liste. Mal abgesehen davon, dass Sprudelwasser die allgemeine Wasseraufnahme hemmt. Zu mindest bei mir. Aber das Detail ist in Ordnung.

Schonend zubereitenGaren Sie die Lebensmittel bei möglichst niedrigen Temperaturen, soweit es geht kurz, mit wenig Wasser und wenig Fett – das erhält den natürlichen Geschmack, schont die Nährstoffe und verhindert die Bildung schädlicher Verbindungen. Verwenden Sie möglichst frische Zutaten. So reduzieren Sie überflüssige Verpackungsabfälle.
Man kann auch einfach gutes Fleisch in einer guten Pfanne braten. Ich finde witzig, dass hier von "natürlichen Geschmack" die rede ist und vorneweg wird gesagt: "würzen sie kreativ". Für mich schließt sich das aus.

Sich Zeit nehmen und genießenGönnen Sie sich eine Pause für Ihre Mahlzeiten und essen Sie nicht nebenbei. Lassen Sie sich Zeit, das fördert Ihr Sättigungsempfinden.

Schwierig umzusetzen und einfacher geschrieben, aber: Ja.

Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleibenVollwertige Ernährung, viel körperliche Bewegung und Sport (30 – 60 Minuten pro Tag) gehören zusammen und helfen Ihnen dabei, Ihr Gewicht zu regulieren. Gehen Sie zum Beispiel öfter einmal zu Fuß oder fahren Sie mit dem Fahrrad. Das schont auch die Umwelt und fördert Ihre Gesundheit.
Bullshit-Bingo! Was ist "vollwertige Ernährung"? Der Begriff ist nicht definiert und hört sich erstmal nur gut an. "Öfter mal" - habe ich schon gesagt, dass diese exakten, genaueren und präzisen Angaben (ironie!) total gut sind? Neee... Zu Recht (keine Ironie) So kann man diese Worthülsen besser verkaufen. Wobei es hier wohl keinen Unterschied macht ob man in 5 Minuten stückelt oder zu Fuss zu einkaufen geht. Öfter mal.

Ach ja: Was hat das mit Ernährung und Trinken zu tun? Nüscht. gar nüscht.

Fazit: Die Ernährungstipps sollten durchaus mit bedacht angesehen werden. Sie sind vielleicht nicht gerade falsch und für normal-ernährte ist es leichter das Schwein gegen Gemüse einzutauschen, aber an vielen Stellen ist es einfach hohl, nicht genau genug und suggeriert das Fett das ultimative böse ist und Zucker irgendwie okay. Das geht m.E. gar nicht.

Dienstag, 17. Juni 2014

Zieldefinitionen

Bevor ich diesen Blog anfing, hatte ich eine Phase mit Paul McKennas Methode probiert. Ich bin und war der Meinung, dass der erste Ansatz jeglicher Veränderung vom Hirn ausgeht und der Rest dann nachfolgt. Ich halte diesen Ansatz immer noch für korrekt. Und die Hypnose von "Ich mach die schlank" wirkt bei mir immer noch. Subtiler als vorher, aber dafür fester in ihren Grundsätzen.

Ein entscheidender Satz während der Hypnose ist folgender: "Immer, wenn du was essen willst und weißt das du nicht hungrig bist, frage dich selbst: "Was willst du wirklich?"" Tatsächlich ist dieses Gedankengut, dieser Vorgang bei mir manifestiert. Immer, wenn ich was essen will und quasi weiß, dass es überflüssig ist, frage ich mich selbst das.

An sich eine gute Sache, wenn die Antwort nicht wäre: "Ich weiß es nicht." Ich weiß es wirklich nicht. Ich weiß nicht, was es mir bringen soll 30 Kg abzunehmen, wenn ich davon nichts habe - außer einer Zahl. Ich glaube auch nicht das die Welt, dann für mich besser wird. Insofern dürfte das Gewicht _alleine_ bei mir eher eine schlechtes Ziel sein.

Über den Rest muss ich nachdenken :D Vielleicht irgendwas in Richtung Sport, in Richtung Leistung. In Richtung "das ist so blöd, dass muss ich machen." Ich denke an sowas wie tough mudder :P Halte ich aber bisher noch für unrealistisch innerhalb eines Jahres. Daher: Mal gucken! Mal überlegen!

Doch eins weiß ich: In die Phase, in die ich mich selbst schob, kann ich nicht mehr weiter unterstützen. Ich habe tatsächlich Fitness verloren. Grauenhaft sowas! Nicht mal mehr 10 Liegestütze bekomme ich hin!

Montag, 16. Juni 2014

Mein neuer Kleiderständer


Aus irgend einem Grund (okay.. Wochenendfresserei und keine sinnvolle Mögliichkeit... und Wetter...und Bla bla bla) war mir danach meinem Bruder zu fragen ob er seinen Kleiderständer noch braucht - offensichtlich nicht. Mal gucken was ich daraus mache: Vielleicht morgens 10 - 15 Minuten, oder so. Dann komme ich auch mal darauf meine Playlist durchzugehen anzulegen.

Und ja: Ich schreibe das hier gerade während des Fussballspiels. Wenn die Leute wenigstens nicht so laut wären, könnte ich diesen Sport viel besser ignorieren. Football ist viiel cooler :)

Halbseitige Gesichtlähmung

Na? Habe ich euch mit dem Titel "gecatchted"? Ich lege nochmal einen drauf: Bei mir! Ja! Ernsthaft!

Es ereignete sich sich letzten Montag (der Tag mit der Wanderung) während des Wanderns. Ein Mitstreiter (der die ganze Zeit oben ohne durch die Gegend gerannt war und am Ende top fit... fies sowas) sprach gegen Ende zu mir: "Du siehst ja wieder ganz erholt aus und deine Gesichtszüge haben sich auch wieder verbessert" Ich dachte mir nichts dabei. Ja. Nach einigen Pausen, einer Kleinigkeit zu Essen und ungefähr 3 Liter Wasser "am Stück" ging es mir im Kopf auch deutlich besser. Mag daran gelegen haben, dass das Wetter etwas milder wurde und wir aus dem - in der Nachbetrachung - drückendem Moor raus waren und die Sonne nur noch von oben auf die Birne knallte.

Ich dachte so bei mir: Ich verstehe den Spruch nicht wirklich, aber ich war halt schlapp, da lässt man halt alles mal hangen, auch die Gesichtsmuskeln. Passiert halt. Wenn man doppelt so viel wiegt, wie der normale Mensch und dann ein Rucksack auf den Rücken hat, darf man halt schlapp machen nach 30 Kilometern. Zu mal ich sagen muss: Vor einem Jahr wäre ich Tod gewesen und durch das Training lies mich das auch ohne Muskelkater überstehen.

Gestern (also eigentlich heute, aber der Artikel wird erst morgen erscheinen, damit der letzte mehr beachtet wird :)) habe ich dann mal Fotos von der Wanderung erhalten. Tolle Bilder, von denen ich hier kein einziges zeigen werde u.a. wegen Datenschutz (und weil die Mädels der Gruppe die ganze Zeit im Bikini gelaufen sind. Und weil anonym und so :)) Darauf habe ich mich gesehen. Eins der Fotos, auf den ich leicht debil grinse, habe ich gleich als neues Profilbild benutzt. Auf einigen habe ich gesehen, dass ich irgendwie nicht mehr sooo riesig gegenüber den anderen wirke. Und auf einigen habe ich mich vor mich selbst erschrocken. Nicht wegen der gigantischen Masse an Mensch (In letzter Zeit bin ich unzufrieden mit mir selbst.... irgendwie ist das nicht sooo gut), sondern wegen den Gesichtszügen.

Sie sind mit wortwörtlich entglitten. Die linke Gesichtshälfte wirkt wie nach einem Schlaganfall, einfach nach unten gezogen. Auf einem anderen Bild danach, das nur wenige Sekunden danach aufgenommen wurde, sieht man aber, dass es ein fieser Schattenwurf war und das die Haut einfach wie bei Merkel die Mimic nach unten zieht. Puh. Glück gehabt. Alles nochmal gut gegangen. Auch wenn das debile grinsen von Anfang der Fotoreihe völlig verschwunden ist und nur noch durch "schlaff" geprägt ist...

Habt ihr bei euch auch schon mal sowas erlebt, dass ihr tatsächlich Schlaff und Energielos im Gesicht ausseht und nicht nur rot angelaufen seit?!?

Sonntag, 15. Juni 2014

Blogger-Treff in Hannover

Wenn ihr genauso verpeilt seit wie ich, oder Alexa nicht abonniert habt, dann könnte euch was entgangen sein: Sie plant ein neues Bloggertreffen von (Abnehm)Bloggern in Hannover. Wenn ihr also "zufällig" im nächsten Monat in Hannover seit (ausgerechnet das Wochenende, wo es bei mir am Idealsten ist, steht natürlich nicht zur Auswahl... -,-) Dann guckt mal folgenden Post an:


Da der Blogpost bereits zwei Wochen alt ist, und die meisten Vorschläge (bisher) auf Anfang nächsten Monats fallen: Obacht!

Mittwoch, 11. Juni 2014

Kein Hunger nach Wanderung

Es ist total faszinierend: Ich schreibe auf diesem Blog was über essen! (Selbst-Bashing ist doch was feines)

Ich dachte ich würde vor Hunger sterben, mein Magen alle paar Kilometer randalieren, mein Kopf nur am "ESSEN!" denken und ich, trotz Würstchenübermacht, keinerlei Energie habe weiterzugehen.

Doch es kam anders: Am Morgen hatte ich 3 Nutella-Brötchen gegessen (...jaja... Kohlenhydrate und so) und dann so gut wie nichts mehr. Über den Tag noch 2 Würstchen und ein Ed Van Schleck  (Geil... Ed Van Schleck... Ein Thema von wegen "Emotionale Bindung zu Lebensmittel" schreit förmlich heraus!) Bis wir wieder am Ziel/Start ankamen hatte ich nur getrunken. Von den 8 Liter Flüssigkeit waren 2 Liter Apfelschorle. Das hat sich als ausreichend herausgestellt, obwohl mir fdd.info einen kcal Bedarf von 10000kcal errechnete.

Am Abend konnte ich mein Subway-Sandwich richtig gut genießen. So geil hat es noch nie geschmeckt. Eine Portion Thunfisch auf Vollkorn wäre geil gewesen, aber "hammwa nich"; so wurde es halt BBQ auf Weißbrot. Und das hat tatsächlich gereicht.

Nun dürfte man meinen: Okay. Deine Innereien wurden nach hinten gestellt, um dir den Gewaltmarsch durch Sonne zu ermöglichen, aber nein: Bis heute Abend hatte ich keinen wirklichen Hunger. Im Grunde habe ich nur Schokolade gegessen. Und auch dabei sehr ungewöhnlich: Gerade mal ein Viertel von dem, was ich sonst so esse.

Ich verstehe nicht voran es liegt, aber ich finde es merkwürdig. Zu mal gleichzeitig der Gedanke kommt "Hier. Du hast zu wenig gegessen. Iss das!" Und dann nach zwei groben Bratwürstchen eigentlich Schluss war, aber ich weitergegessen habe (bissl sehr dämlich, weiß ich ja...)

Ich weiß nicht ob mir das gefällt, aber die - während der Wanderung aufgetreten Frage - ob ich abgenommen hätte (Ich bin ziemlich sicher: Nein) motiviert doch schon ein wenig mich mit der Materie zu befassen - denn sporttechnisch bin ich ja auf einem sehr gutem Weg; sonst hätte ich jetzt brutale Rückenschmerzen und noch weniger Motivation morgen wieder zum Sport zu gehen. Im Moment versuche ich mich selbst mit dem Stichwort "Regeneration" zu überzeugen, aber ich denke, ich werde eh nur Oberkörper machen [können]

Dienstag, 10. Juni 2014

Ich habe überlebt! (Zu mindest bin ich in der Lage das hier zu schreiben)

Wer es noch noch nicht mitbekommen hat, weil er eine Menge Artikel vor diesem Artikel, nicht gelesen hat: Ich bin um das Steinhuder Meer gewandert. Nicht alleine. Sondern mit 6 weiteren Personen. Da wir natürlich nicht einfach die Standard-Wanderstrecke gegangen sind, sondern "the geocaching way" waren das statt 30km Rundkurs etwa 42km Strecke.

Das besondere: Natürlich konnte man nicht "einfach durchgehen" und nach 10km eine Pause machen, sondern musste alle 200 bis 400 Meter anhalten, Cache suchen, weitergehen. Für die Leute, die sich das nicht vorstellen können: Stellt auch vor ihr geht 300 Meter, haltet dann an einem Baum an, umkreist ihn mehrfach, bleibt stehen, bückt euch, notiert etwas auf einen Zettel, der da liegt, legt ihn zurück und geht weiter. 40 Kilometer lang.

Ich war nur froh, dass die anderen in meiner Gruppe deutlich fitter waren, als ich. Leider nicht alle.Einige haben den gesamten Track aufgehalten, in dem sie über schmerzende Füße klagten (Sandalen sind bei der Wanderung eine Scheißidee!), ständig Pause machen wollten (seit Kilometer 10!) und ständig aufs Klo mussten. Und wenn das nicht genug wäre, haben sie bei den aller meisten Caches einfach nicht mitgesucht. Dazu kommt eine sehr, sehr, sehr langsame Gehgeschwindigkeit, von der ich dachte diese erste am Ende zu "erreichen". Das ist sehr, sehr anstregend.

So anstregend, dass ich laut würde und meinen ganzen Ärger raus gelassen habe und mich danach richtig zusammenreißen musste. Man kann ja wohl erwarten, dass man nach einer ausgiebigen Pause, mit ordentlicher Nahrungsmittelaufnahme, sowie Aufnahme von massig Getränken in der Lage ist ordentlich zu Metern. Zu mal man eh schon 2 Stunden hinter dem Zeitplan ist und die groben Absprachen "aufgeweicht" wurden. Ich habe grob überschlagen, dass wir gegen 19 Uhr wieder beim Auto sind... es wurde 21:30. Oder anders ausgedrückt: Gerade so vorm Sonnenuntergang. So habe ich mir das nicht vorgestellt.

Es ist verdammt anstregend. Interessanterweise war nicht das laufen an sich anstregend, sondern diese auf einander Acht geben und das innerliche Zusammenreißen. Am Ende ist genau das passiert, was ich erwartet habe: Mir tun die Füße und die Beine höllisch weh, aber der Fussschmerz hat sich als gemeine Blase entpuppt, insofern ist noch alles gut.

Was lernen wir daraus? Du kannst nach belieben planen wie du willst, du kannst sogar den perfekten Plan haben; aber wenn du Mitläufer hast, die die Strecke unterschätzen, bereits nach 15km überfordert sind und dich selbst mit 1000 Pausen in den Wahnsinn treiben, dann wird die Wanderung 100 mal anstregender als du angenommen hast. Schmerzen hin oder her.

Freitag, 6. Juni 2014

Ausrüstungszeit!


Meine Ausrüstungplanung für Montag schaut so aus:


Es fehlt: Trinken und Essen. Mal davon ab dürften die Gummistiefel überflüssig sein. Naja. Eigl wollte ich das Bild nur zeigen. Die Strickleiter ist schon aussortiert.

Tja. Ich freue mich!

Donnerstag, 5. Juni 2014

Der Countdown läuft

Ich freue mich wie so ein Stachelschwein auf den Wahnsinn der 42km Wanderung im Stopp-and-Go-Verfahren. Das wird so bescheuert! So anstregend! Es wird Tote geben! Verletzte! Es ist anstregend...

...doch warum mache ich es dann? Das ist eine gute Frage. Ich weiß es nicht. Vielleicht weil... ich es kann. Oder eben nicht kann. Werden wir sehen :)

Folgende Grundausrüstung ist geplant. Halt ich zwar für viel zu viel, aber man weiß ja nie!
  • Taschenlampe(n)
  • Batterien
  • UV-Licht
  • Kühltasche
  • Kletterausrüstung
  • GPS-Gerät(e)
  • Sonnencreme (!)
  • Badesachen
  • Wechselkleidung
  • Spiegel
  • Magnet
  • Stifte
  • Karte
  • Strickleiter
  • Mobiles Ladegerät für's Smartphone
  • Autan
  • Schraubenzieher
Nahrungsmittel und Getränke sollten wohl auch noch irgendwie in den Bollerwagen. Mind. 5 Liter zu trinken. Pro Person. 6 Personen, die laufen. Ich denke da muss ich einen Rucksack rausholen. (Lasst das bitte nicht die Bundeswehr hören, sonst ziehen die mich noch nachträglich rein... Bin aus der Nummer mit T5 [durchs Gewicht] gekommen)

Montag, 2. Juni 2014

Ein bisschen Ruhe ist auch mal schön

Ursprünglich sollte dies ein ziemlich objektiver Artikel über mein Wochenende werden. Ich nach nämlich in Osnabrück, habe mir Reden angehört und die Lage genutzt um Caches zu finden, aber Thementechnisch dürfte das das langweiligste sein. Denn dies ist immer noch sowas wie ein Abnehmblog. Auch wenn ich mich immer wieder daran erinnern muss. (Jedenfalls hoffe ich, dass es euch immer noch gefällt zu lesen)

Abnehmtechnisch gab es nichts neues. Und "nichts neues", scheint mein neues Lebensmotto zu sein. Während andere traurig sind, dass in ihrem Leben nichts passiert, bin ich extrem froh darüber, dass es so ist und - wenn überhaupt - nur vorwärts geht. Nicht bei allen Sachen. Aber bei den Sachen, die ich im Moment wichtig finde. Dies ist tatsächlich nicht mein Gewicht oder meine sportliche Fitness, sondern die Tatsache, dass niemand aus meiner Familie ernsthaft krank ist, ich ausziehen muss und mein Leben in eine Bahn kommt, die mir insgesamt gefällt.

Am Freitag habe ich eine Frau getroffen, die ich beim Führerschein machen kennengelernt habe. Sie hat da gearbeitet, ist jetzt in Rente und Großmutter. Wir haben uns immer gut verstanden und über vieles gequatscht. Doch ist es interessant, wie ich auf andere Personen wirke. Sie war der Meinung ich hätte mich nicht geändert.

Ich fühle das aber anders. Mir werden Sachen egaler. Ich bin nicht mehr so verkniffen und denke zu erst an mich, und dann an andere. Das klingt vielleicht hart, aber ich musste erfahren, dass mich bestimmte Sachen sonst kaputt machen würden. Insofern habe ich mich geändert. Vom Gefühl her, habe ich mich noch in vielen Punkten geändert gegen damals. Ich weiß nicht welche genau. Aber wenn ich Zurückblicke, sehe ich eine andere Person. Eine Person, die es schwer hatte. Eine Person, die versucht hat sich an alles anzupassen. Dies kann auf Dauer einfach nicht gut gehen.

Manchmal müssen Sachen einfach egal sein. Manchmal muss man halt auch mal ein Arschloch gegenüber den anderen sein. Manchmal muss es ein Nein sein. Manchmal braucht man die unmögliche Erfahrung.

Das klingt jetzt - wieder mal - nach Heulerei. Soll es aber gar nicht sein. Es ist halt jetzt mal so. Leider habe ich noch kein neues Ziel. Ich glaube ich brauche mal Pause von neuen Zielen. Einfach mal Laufen lassen. Die letzten Jahren waren voller Ziele, voller Anstrengungen, voller Hindernisse. Ich kann mit Fug und Recht behaupten: Die Ausbildungsjahre waren die schwersten Jahre, die ich hatte - nicht nur inhaltlich. Doch das ist nur ein Jahr her und scheint doch so lange her.

Im Moment habe ich richtig Lust auf verrückte Aktionen. Heute habe ich erst gemerkt, dass die 40 km Wanderung bereits am Montag ist! Ich hoffe darauf das die neuen Schuhe bis dato eingelaufen sind. Ansonsten liebäugle ich mit Tough Mudder. Das klingt so bescheuert.... Allerdings bin ich dafür noch nicht fit genug. Würde sich da eine Bloggertruppe zusammenfinden und dafür zu trainieren um in 1,2,3 Jahren daran teilzunehmen?