12. Dezember 2017

Leben.

Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass nicht alles so läuft, wie es soll. Wie sich herausstellte, bin ich nicht nur unglaublich fett, sondern auch noch hart Depressiv. Und das geilste daran: Die beiden schaukeln sich gegenseitig in die Höhe.
Natürlich habe ich das erst erkannt, seit dem ich in Therapie gehe. Das ist jetzt Erstmal weniger wild, nur die Auswirkung dieser Therapie bringen mir Augenblicke des Lichts, in denen ich strahlen kann.

Dann bin ich voller Energie, voller Power, weiß nicht wohin und kann auch im Angesicht des Chaos lächeln und lachen;- Menschen fest drücken und aus dem puren Herzen heraus alles gute Wünschen und weiß das sie es schaffen werden.

Auf der anderen Seite gibt es Phasen, wo einfach nichts funktioniert. Müde, abgeschlafft, unkonzentriert, schlecht gelaunt. Ich könnte damit klar kommen, wenn die gute Laune 3 Wochen da wäre und es eine Woche schlecht wäre. Leider ist es eher anders herum. Das positive daran ist: Ich nehme es war.

Achso. Ja. Dieser Blog geht ja um Fitness, abnehmen und so ein Kram. Uh... Naja.... Bin halt nicht wirklich schlanker und versuche einmal in der Woche zum Sport. Das mag ich und gibt Endorphine für einige Stunden.

Ich hoffe das war jetzt nicht zu depressiv, aber vielleicht gibt es hier den einen oder anderen, der noch heimlich mit liest :D

19. November 2017

Furchtbar kritisches Lebenszeichen

In diesem Blog ist es Ruhiger geworden. Ich meine: Noch ruhiger als sonst. Ich mag gerade nicht schreiben. Ich bin kaputt. Bin fertig und einfach nur "am Boden schleifen" - eine Depression halt. Das ist nicht schön. Ganz und gar nicht.

Ernährung ist entsprechend bescheuert. Sport ist gerade mal so auf einem "Haltestatus". Tja. Nicht schön. Aber hej. Kaum 4 Tage frei habe ich Lust diese Zeilen hier zu schreiben. Na denn!

2. September 2017

Zielsetzung // Wie ist der Status?

Ist stehe am Start. Mehr als 9 Monate Vorbereitung. Die Spannung steigt. Der Rucksack ist auf dem Rücken. Alle sind angespannt und stehen bereit. Vierundzwanzig Stunden. Einhundert Kilometer. Per Pedes. Ich atme durch. Ich spüre die Sonne, die Luft, die Umgebung. Es geht los. Ein Schritt nach dem anderen. Ich weiß was ich tue. Ich habe trainiert. Ich bin stark. Ich bin 50kg weniger. Ich bin stark. Ich bin stolz. Ich bin konzentriert. Die erste Verpflegungsstation ist kein Problem. Die zweite wird in der Dämmerung erreicht. Dann beginnt die Nacht. Es wird anstrengend. Einige Mitläufer hören auf. Die Füße tun weh. Der Kopf mag nicht mehr. Das Wasser wird ersetzt durch Redbull zuckerfrei. Das Koffein scheint immer weniger stark zu wirken. Neben mir läuft Landschaft vorbei. Ich kann Sie nicht erkennen. Es ist dunkel. Die einzige Aufgabe: Ein Fuss vor den anderen. Immer wieder. Immer weiter. Stück für Stück nähern sich meine Mitläufer und ich dem Ziel. Stück für Stück. Wir stinken. Wir sind dreckig. Uns tut alles weh. Doch wir schaffen es. In mir kommt der pure Stolz hoch. Ich weiß jetzt: Wenn ich etwas will, dann kann ich es schaffen. Auch wenn es blöd ist.

Leider war dies keine Beschreibung eines tatsächliches Events. Es ist meine Vorstellung vom Tag X. Megamarsch. Mammutmarsch. Egal. Es klingt verrückt, es ist verrückt - aber es ist genau mein Ding. Anders als Joggen kann man Wandern auch mit 180kg Körpergewicht. Durchaus auch weit. Vielleicht sind unbedingt schnell, aber dennoch schnell genug. Dies ist mein Ziel. Das will ich tun.

Ja. Vielleicht muss ich es tun. Es ist kurz vor 12. Wenn ich nicht "demnächst" Körperlichen Ballast abwerfe, bleibt meine Lebenserwartung bei 31 Jahren stehen. Im Moment bin ich 28 Jahre alt. Dürfte nicht mehr allzu viel Zeit sein. Vermutlich habe ich durch mein "zufälliges" Training in den letzten Jahren es geschafft, dass mein Körper noch funktioniert und noch nicht streikt. Ich kenne keinen anderen Menschen mit so viel Gewicht und der Möglichkeit auf zwei Beinen zu gehen - selbst bei Biggest Loser gibt es kaum schwere Menschen.

Um ein Ziel zu erreichen muss man wissen wo man steht. Wo also stehe ich?
- Ich bin 28 Jahre alt
- Ich wiege 180kg
- Ich kann einige Kilometer zu Fuss gehen
- Ich habe einige Monate Zeit
- Ich habe professionelle Therapie-Hilfe an meiner Seite

Was ist zu tun?
- Zuckerfrei ernähren
- An mir selbst arbeiten
- Regelmäßiges Training
- Ziel immer wieder visualisieren

Was habe ich bisher gemacht?
- Letzte Woche habe ich 7 Tage ohne Zucker gearbeitet, dann gab es einen Rückfall
- Ich achte darauf möglichst viele Schritte am Tag zu machen
- Ich lese (Roman-)Bücher zum wandern (vielleicht gibt es demnächst eine Rezension)

Jo. Da bin. Das ist der Status. Ich weiß wo ich bin. Ich weiß wohin es geht. Der Rest wird schon. Da bin ich im Moment positiv gestimmt.

26. Juli 2017

Immer diese...anderen.... Menschen

Laut dieser Überschrift, und meiner Diagnose auf Depression, könnte jetzt sowas kommen, wie "andere Menschen sind doof" oder "andere ziehen mich runter" oder oder oder oder... ABER. Nein. Jedenfalls nicht so direkt.

Vor einigen Tagen habe ich die Seite von "Mammutmarsch" gefunden. 100km. 24 Stunden. Zu Fuss. Klar. Was sagt man sich so mit 180kg Gewicht? "Warum eigentlich nicht?" und schickt die Seite weiter. Oder fragt ob die Person gegenüber 100km wandern könne.

Was man allerdings nicht erwartet ist eine Antwort, wie: "Was sind die Randbedingungen?" Die Sprache ist hierbei von Gepäck auf dem Rücken. Zwischenstationen und so weiter. Nach dem Studium dieser Randbindungen kam folgender Satz: "Mhm. Nächstes Jahr machbar. Im Frühjahr die erste größere Wanderung"

Bei seiner Hochzeit vorgestern, als er in seinem Bundeswehranzug da stand, erzählt er nebenbei, er wolle eine Einzelkämpferausbildung machen. Ich dachte mir so: "Was habe ich mir da eingebrockt? Sonst bin ich doch immer derjenige, der nach Vorne drängt."

Aber andere sind da nicht besser. Mit dem einen habe ich bereits diskutiert, wie die ganze Sache logistisch zu meistern wäre und welche Menschen man am besten mitnehmen sollte. (Aufbauend übrigens auf Wanderungen wie diesen hier: https://bitfreakwirdfit.blogspot.de/2014/06/halbseitige-gesichtlahmung.html https://bitfreakwirdfit.blogspot.de/2014/06/kein-hunger-nach-wanderung.html oder https://bitfreakwirdfit.blogspot.de/2014/06/ich-habe-uberlebt-zu-mindest-bin-ich-in.html )

Langsam finde ich echt gefallen an dieser Schnapsidee. Nur noch 50- 80kg weniger und es wird machbar.


18. Juli 2017

The Haiph is riel

Mir ist gerade danach was zu schreiben. Warum ist mir selbst nicht klar. Im Moment bin ich tierisch gehaaaaaiiiiipt! Auf Facebook war bei mir eine Werbung:

MAMMUTMARSCH. 24 STUNDEN. ZU FUSS.

Meine Neandertaler in mir: Uh. Mammut! Hu! Marsch. Hu! Zu Fuss. Hu!

Dann habe ich wieder mein modernen Hirn angeschaltet und die Infos dazu gelesen. Dann wieder umgeschaltet.

Uh! Viele scheinen das nicht zu schaffen! Uh! Ich mögen! Uh! FINDE GUT! UH! *Neandertalermann guckt nach unten* Uuuuhhh....

Dann schaltete sich das moderne "wie komme ich aus meiner eigenen Idee raus"-Hirn an. Bis heute habe ich das nicht geschafft. Im Gegenteil: Einige (okay... eigentlich ALLE...) finden die Idee nicht so sehr bescheuert, planen aber ein Training für Teilnahme im nächsten Jahr.

Hu. Bis ich da eine richtig gute Ausrede habe, werde ich wohl dafür trainieren und andere Dauer-HYPEN müsse. Neandertaler-Naturgesetz.

12. Juli 2017

Ein Lebenszeichen (schon wieder)

Für die drei Leute, die hier noch mitlesen: Ich lebe noch! Im Prinzip ein Wunder, bei 180kg "Lebens"-Gewicht.

Dies Jahr... nun.... es war scheiße. Jegliche Abnehmversuche gingen daneben. Dazu setzte eine Depression ein, ring mich zu Boden und hat mich ausgeknockt. Jetzt lasse ich mich von einem Therapeuten behandeln - und das ist nicht witzig. Irgendwas, von Früher, kommt nach oben und lässt mich durchaus auch mal nicht unwitzige Sachen machen. Heulkrämpfe sind da durchaus mal drin.

Die Gesamtsituation ist gut. Ich lasse einige Dinge einfach mal... ich weiß auch nicht... Ich glaube ich werde einige Dinge einfach mal hinwerfen. Vielleicht finde ich dabei den Grund wieder gut drauf zu sein und dann abzunehmen. Vielleicht. Keine Ahnung.

Irgendwie. Banane. Alles Gute und Salute!

29. Januar 2017

Eine kurze Zukunft (beinhaltet Wunschthema Wette)

Heute war wieder so ein Tag. Ich sitze hier. Vollgefressen. Bis zum anschlag. Mir ist schelcht, weil ich wieder zu viel gefressen habe. Das ist neu. Ich merke das es zu viel ist, meine ich. Doch es beinhaltet immer wieder das eine Thema. Das eine Thema, was mich seit dem 20 Geburtstag plagt: In wenigen Jahren werde ich 30 Jahre alt. Genauer: Mitte Februar were ich 28.

Was das am Anfang 20 mit purer Eitelkeit verbunden;- aus einem Witz enstanden ("Jetzt geht es stark auf die 30 zu"), ist es im Moment ein Kampf um das Leben. Um mein Leben. Fast jeder Lebenserwartungsrechner gibt mir ein Höchstalter von maximal 30 Jahren. Das ist nicht mehr lange. Obwohl ich "Nichtraucher" und "3 mal die Woche" Sport angeben habe, ist mein Gewicht von 170kg ausschlaggebend für dieses Ergebnis.

Sicher. Am Tag des ersten Schlaganfalls beginnen viele zu überlegen ob ihre Lebensweise nicht ein wenig scheiße ist. Mir blieb das bisher erspart. Ich habe nur Probleme mit einer anfangenen Glatze. Ich habe die Statistik, die mir sagt: Alter! Mach was dagegen!

Ich weiß nur nicht, ob ich das schaffe. Im letzten Monat hatte ich eine Diät gemacht. Nach 10 Tagen hielt ich es nicht mehr aus und musste wieder Zucker fressen. Es ist ja nicht so, als würde ich sofort die Nebenwirkung merken: Die Effekte der Pre-Diabeties schlugen sofort ein. Unkonzentriertheit, Stimmungsschwankungen, dauerndes Durst sind nur die Sachen, die mir spontan aufgefallen sind.

Das war vor 4 Tagen. Natürlich habe ich nicht aufgehört. Es drängt sich bei mir auf Zucker zu inhalieren (im Sinne von: Halbes Nutella Glas auf Toast und mehrere Ritter Sport) und mich mit Fertig-Fressen vollzustopfen, bis mir schlecht ist und ich diese "Fuck! Was mache ich hier eigentlich.... ich gehe dabei drauf!"-Gedanken wieder kommen.

So. Was haben diese depressiven Gedanken mit dem genannten Wunschthema "Wette" zu tun? Nun. Um um mein Leben zu kämpfen, habe ich versucht mit einer Wette dagegen zu halten. Immerhin habe ich es so geschafft (fast) ein Jahr lang ohne Schokolade auszukommen, und habe so kein gewicht zugelegt. (Unterm Strich) Nun. Die Wette lautet: Halbmarathon im Jahr 2018. Ich habe auch einen Plan. Dieser ist ein halbes Jahr alt. Und er ist ein halbes Jahr im Verzug.

Ich hasse das gesamte Thema. Ehrlich. Und dann hört man zusätzlich noch von allen Ecken: Mach doch Sport! Und dann wird nicht geglaubt, dass man das schon seit Jahren macht!